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Teil 1 der Serie „Verkaufstexte mit hypnotischen Sprachmustern“

mind-767584_1280Erfolg in der Kommunikation hängt ganz entscheidend davon ab, welche Sprache Sie nutzen. Schreiben Sie konfliktverschärfend, polarisierend, lösungs- und konsensorientiert, konstruktiv oder destruktiv? Welche Sprachmuster gibt es? Wie lassen Sie sich nutzen, damit Ihre Botschaft im Verkaufstext ankommt und den Leser zu einer Handlung auffordert? Mit den richtigen Sprachmustern lösen Sie beim Leser Gefühle aus, stimulieren Gehirnareale, und lösen Blockaden. Wie Sie hypnotische Sprachmuster erfolgreich in Ihren Verkaufstexten einsetzen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Was sind hypnotische Sprachmuster?

Hypnotische Sprachmuster sind nichts anderes als spezielle Kommunikationstechniken und Formulierungen, um eine Botschaft direkt ins Unterbewusstsein einer Person zu bringen.

Ihr Bewusstsein ist logisch, rational und betrachtet eine Botschaft vom intellektuellen Standpunkt aus.

Das Unterbewusstsein hingegen liebt innere Vorstellungen, Bilder, Metaphern und Emotionen und nutzt diese, um Inhalte zu bearbeiten. Wenn Ihr Unterbewusstsein emotional voll engagiert ist, tritt das Bewusstsein immer mehr in den Hintergrund. Und Ihr analytisches, kritisches Bewusstsein wird weicher.

 

Die JA-Straße in Ihrem Verkaufstext

Die JA-Straße ist so etwas wie eine vierspurige Autobahn, kaum befahren. Können Sie sich vorstellen, wie schnell Sie mit einem Sportwagen dort entlang fliegen können? Die JA-Straße ist ganz einfach anzuwenden, aber sehr wirkungsvoll. Sie stellen Fragen oder geben ein Statement ab, zu denen die Mehrzahl der Hörer mit Leichtigkeit ja sagen kann. Das Entscheidende dabei: Je mehr Ja´s Sie einsammeln können, desto größer die Chance, dass Sie am Ende das große JA bekommen. Einleuchtend, oder nicht?

Ein Beispiel:

  • „Möchten Sie gerne mehr Geld verdienen?“
  • „Möchten Sie gerne mehr Freizeit haben?“
  • „Möchten Sie gerne glücklich sein?“

Ich bin fast sicher, Sie hätten mit dreimal mit Ja geantwortet. Stimmt´s?

Wie machen Sie das konkret in Ihrem Verkaufstext? Bauen Sie im Text an den passenden Stellen immer wieder Passagen ein, wo Sie sich ein Ja vom Leser holen. Jedes Ja motiviert den Leser weiter zu lesen. Denn mit jedem Ja steigt die Zustimmung. Klingt logisch, nicht wahr?

 

Die Präsupposition im Verkaufstext

Präsupposition bedeutet so viel wie Vor-Annahme oder implizierte Unterstellung.

Von Milton Erickson, einem der vielleicht besten Hypnose-Therapeuten, der viele hypnotische Sprachmuster gesammelt hat, ist folgendes Bonmot bekannt:

«Meine Patienten sollen völlig frei sein, auf welche Weise sie genau das tun wollen, was ich von ihnen verlange.»

Haben Sie es verstanden? Bei der Präsupposition geht es genau darum: Während Ihr Unterbewusstsein denkt, es kann völlig frei entscheiden, hat Ihr Unterbewusstsein keine Wahl, sondern muss das tun, was verlangt wird.

Wenn Sie Verkäufer sind, könnten Sie beispielsweise so formulieren:

„Deshalb überlasse ich es völlig Ihnen, wann Sie uns heute anrufen wollen, um Ihr Testprodukt zu bestellen und sich selbst zu überzeugen, dass nichts so gut funktioniert wie unsere neueste Entwicklung.“

Haben Sie die Präsupposition erkannt? Richtig, es waren gleich zwei. Der Verkäufer  präsupponiert erstens, dass Sie anrufen werden, und zwar heute noch, und zweitens, dass nichts so gut funktioniert wie die neueste Entwicklung.

Übrigens: Sie können eine implizierte Unterstellung auch mit bestimmten Worten einleiten:

„Offensichtlich, eindeutig, einfach, natürlich, automatisch, bewiesener Weise, leicht, sofort …“

Jede Aussage, die Sie hinter eines dieser Worte setzen, wird vom Leser offenkundig leichter akzeptiert.

„Der Workshop von Herrn Müller ist eindeutig der schnellste Weg, Ihre Rhetorik über Nacht dramatisch zu verbessern.“

Wenn Sie banal schreiben „Sie sind ein Spitzen-Rhetoriker“ würden einige Leser mit Widerstand reagieren und sagen „Ich bin kein Spitzen-Rhetoriker“. Wenn Sie aber schreiben „Möglicherweise haben Sie den Spitzen-Rhetoriker in sich drin noch nicht entdeckt“, lassen Sie dem Leser alle Möglichkeiten offen, und er merkt vermutlich nicht, dass Sie ihm suggerieren, er sei ein Spitzen-Rhetoriker.

Und jetzt sind Sie sicher bereit für den nächsten Abschnitt. Oder?

 

Die rhetorische Frage im Verkaufstext

 Haben Sie es bemerkt? Das „Oder“ im letzten Abschnitt war eine rhetorische Frage. Sie sorgt dafür, dass der Leser innerlich ein (kleines) Ja gibt. Und sie bewirkt, dass er das ganze Informationspaket, das Sie ihm gerade präsentiert haben, gutheißt und als Tatsache abhakt. Ziemlich clever, oder?

Lassen Sie mal diese Aussagen aus Verkauf und Werbung auf sich wirken:

„Mal ganz ehrlich: Ist das nicht halb geschenkt?“

„Als Führungskraft lassen Sie sich nicht gerne vorschreiben, wie Sie Mitarbeiter führen. Hab´ ich recht?“

„Täglich 10 Minuten Rhetorik-Training macht Sie in Kürze zu einem Spitzen-Rhetoriker. Finden Sie nicht auch?“

Vermutlich haben Sie es schon bemerkt: Eine rhetorische Frage ist eine Frage, auf die es praktisch nur eine mögliche Antwort gibt, und zwar in der Regel „Ja“.

Uups, war das schon alles? Ganz sicher nicht. Wenn Sie wissen wollen, welche weiteren hypnotischen Sprachmuster Sie für Ihre Verkaufstexte nutzen können, dann lesen Sie den zweiten Teil dieser Serie „Hypnotische Sprachmuster für Verkaufstexte“ der in Kürze erscheinen wird.

Und wenn Sie es ganz eilig haben mit einem hypnotischen Text, dann erreichen Sie mich so:

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