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Der perfekte Verkaufstext, der Ihnen Kunden am laufenden Band beschert

Kennen Sie das? Sie landen auf einer Webseite und lesen einen perfekten Verkaufstext. Sie sind wie gebannt. Sie verschlingen Zeile für Zeile. Sie können gar nicht anders. Und am Ende? Am Ende klicken Sie auf mehr. Mehr Informationen. Vielleicht tragen Sie sich für den Newsletter ein.

Was ist passiert? Sie haben gerade einen wirksamen Verkaufstext gelesen, der die ganze Klaviatur der Verkaufspsychologie bedient hat. Der Einwände beantwortet und sie zu einer klaren Handlung geführt hat.

Was wäre, wenn Ihre Werbetexte so wirken würden? Wenn Sie beste Verkaufstexte auf Ihrer Webseite und Ihrer Landingpage hätten?

Sie hätten mehr Erfolg, stimmt´s? 

Wollen Sie mehr über wirksame Verkaufstexte erfahren? Oder wie Sie vielleicht Verkaufstexte schreiben lassen? Wenn sie keine Zeit haben, oder Sie sich auf Ihre Kernkompetenzen konzentrieren wollen?

Okay, dann zeige ich Ihnen jetzt in 10 Schritten, wie Sie solche Verkaufstexte schreiben können. 

 

1. Perfekte Verkaufstexte: Arbeiten Sie beim Texten strukturiert

„Gut Ding will Weile haben“. Das gilt auch und gerade für Verkaufstexte, auch wenn der Druck sehr groß ist, weil der Text schon gestern hätte fertig sein sollen. Denn Texten ist ein Prozess und keine Tat, die einmal ausgeführt und dann beendet wird. Die Profis arbeiten sich vom Rohtext zum Reintext. Rohtext ist der erste, noch ungeschliffene Textentwurf.

Der Reintext ist das fertige Produkt, geschliffen und gefeilt, bis jeder Buchstabe den passenden Platz gefunden hat. Ich behaupte, dass es auf dieser Erde kaum Texter  gibt, die direkt aus dem Stand heraus druckreife Texte schreiben können. Machen Sie es also wie die Profis. Erst kommen der Inhalt, und danach die Form. Und bitte lassen Sie sich vom Druck Ihres Kunden nicht beeinflussen.

 

2. Bringen Sie Struktur in Ihren Verkaufstext

Vielleicht waren Sie schon einmal in einer Wüste unterwegs oder haben einen Film gesehen, der in einer Wüste gespielt hat? Für den Normalbürger ist eine Wüste die totale Langweile, denn außer Sand und Hitze gibt es nichts, zumindest nichts für den Normalbürger.

Eine Textwüste ist ähnlich. Sie starren auf eine Webseite, einen Artikel, einen Prospekt oder einen Verkaufstext und sehen nur Buchstaben und Worte. Und zwar scheinbar völlig zusammenhanglos. Es gibt keine wirklichen Überschriften, keine Bulletpoints, kaum Hervorhebungen und keine Gliederung.

Solch einen Texte liest nur, wer Langeweile hat oder „gezwungen“ wird, Ihren Text zu lesen. Jakob Nielsen, Usability-Guru für das Web, wird mit folgender Aussage zitiert:

„Die Benutzerfreundlichkeit einer Website lässt sich allein durch Umgestaltung des Textes um bis zu 160 Prozent steigern. Einen wesentlichen Anteil haben daran klare Textstrukturen. Aber auch die Schaffung von Orientierung durch Fettdruck, Zusammenfassungen, Bulletspoints, Hervorhebungen, Tabellen und Gliederungen gehören dazu.“

Und befolgen Sie einige Grundregeln wie:

  • Daumenregel für die Absatzlänge: sieben bis zwölf Zeilen
  • Klare Headlines und Sub-Headlines
  • Markieren Sie wichtiges mit Fettdruck

 

3. Satzbau und Satzlänge sind wichtig

Die Profis sind sich einig: Die Obergrenze für gesprochene Texte liegt bei vierzehn Wörtern pro Satz, während ein guter deutscher Satz vierzehn bis zwanzig Wörter enthält. Werbetexte, Verkaufs- oder Internettexte sollten sich an dieser Grenze orientieren.

Schreiben Sie kurze Sätze und setzen Sie lieber einen Punkt als ein Komma. Denn ein Punkt signalisiert dem Gehirn: Der Gedanke ist zu Ende, ein neuer beginnt. Noch weitere nützliche Regeln.

  •  Ein Gedanke pro Satz.
  •  Ein Thema pro Absatz.

 

4. Wirksame Verkaufstexte: Der Leser freut sich über kurze Wortlängen

Am schnellsten verstehen wir ein- und zweisilbige Wörter wie du (einsilbig) oder feiern (zwei-silbig). Diese sollten Sie in die Headline packen. Kurze Vorteilswörter wie Gratis oder sofort erkennen wir wie ein Bild. Nach  den Verständlichkeitsformen von Flesch sollte die durchschnittliche Wortlänge zwei Silben betragen. Für längere Wörter brauchen wir mehr als einen Augenhaltepunkt, und das verlangsamt unsere Lesegeschwindigkeit.

Bei Produktnamen oder Fachbegriffen sollten Sie nach Möglichkeit mit einem Bindestrich arbeiten. Statt „Feuerwehrleiter“ besser „Feuerwehr-Leiter“.  Vielköpfige Wortungeheuer bringen den Leser schnell ins Stolpern, darum setzen Sie konsequent Bindestriche ein. Für Sie ist das lediglich ein Bindestrich („-“), für den Leser ist es eine wichtige Stütze für das Auge.

 

5. Perfekte Verkaufstexte: Bringen Sie starke Verben

„Nach dieser langen, nicht immer einfachen, aber immer wieder überraschenden und ergebnisorientierten Zusammenarbeit möchten wir Ihnen heute nach einer langen und spannenden Klausur ein unvorhergesehenes Ergebnis…“ Um was geht es?

Haben Sie schon eine Ahnung? Nach 25 Wörtern wissen wir noch immer nicht, um was es geht. Wir haben noch nicht mal eine Ahnung. Der Grund: Ohne Verben haben wir keine Ahnung, was geschieht.

Stattdessen taucht das kleine Wort „möchten“ auf, ein sogenanntes modales Hilfsverb. Weitere Hilfswörter sind können, müssen, dürfen, wollen, sollen oder würden. Ein guter Rat hier: Vermeiden Sie solche Wörter, weil sie die Botschaft unklar machen. Und ganz wichtig: In der Werbung sind diese Hilfsverben tabu, weil Sie beim Leser Zweifel auslösen. Ein Beispiel: „Unser neuestes Fahrrad könnte Sie bequem über die Alpen bringen.“ Fühlen Sie sich hier gedrängt, dieses Fahrrad zu kaufen? Stattdessen schreiben Sie: „Überqueren Sie die Alpen mit diesem Fahrrad! Auch als Ungeübter schaffen Sie es.“

Schreiben Sie aktiv im Verbalstil und setzen Sie Verben an den Anfang!

 

6. Keine Mode- und Fremdwörter

Die Versuchung ist immer präsent: Mit Mode- und Fremdwörtern beim Leser Eindruck zu machen. Dieser Schuss kann leicht nach hinten losgehen, weil nicht jeder Leser jedes Mode- und Fremdwort kennt. Darum texten Sie in klarer, verständlicher Sprache, auch wenn es „altmodische“ Wörter sind. Aber jeder versteht sie. Außerdem sind Modewörter plötzlich nicht mehr „in“, oder was noch schlimmer ist: Sie werden falsch verstanden.

 

7. Bildhafte Verkaufstexte: Bilder bleiben im Kopf haften

Sie kennen das? Eine lustige Geschichte oder eine besondere Begebenheit können Sie sich ganz lange merken. Weil Sie direkt in Ihrem Gehirn ein Bild abgelegt haben. Und dieses Bild können Sie noch Jahre später immer wieder abrufen.

Schreiben Sie also in Ihrem Verkaufstext eine Story. Das lieben die Menschen am meisten. Schreiben Sie eine Story, die im Kopf Ihres Lesers einen Kino-Film erzeugt. Plötzlich ist der Leser ein Teil der Geschichte. Die Blockaden in seinem Gehirn fallen.

Nehmen Sie mal das Wörtchen „gehen“ und suchen nach Synonymen. Sie können „taumeln, stolzieren, schlendern, kriechen“ wählen und jedes Mal werden andere Assoziationen beim Leser ausgelöst.

Am einfachsten können Sie ein Kopfkino im Kopf des Lesers auslösen, wenn Sie Metaphern oder bildhafte Übertragungen einsetzen. So können Sie eine Steilvorlage geben, zum Endspurt ansetzen oder sich in einer Diskussion Bälle zuspielen und befinden sich in der Wortwelt des Sports. Und somit trimmen Sie Ihre Texte auf Höchstleistungen.

 

8. Reden Sie nicht um den heißen Brei herum

Sie kennen das sicherlich? Sie hören eine Rede auf einer Veranstaltung oder im Fernsehen und … Und die Rednerin schafft es 30 Minuten zu sprechen und dabei immer um den heißen Brei herum zu reden. Machen Sie nicht diesen Fehler, sondern bringen Sie eine Sache „auf den Punkt“.

Wenn es um Gewicht geht, schreiben Sie 137 g oder 2,56 m oder in genau 3 Tagen und 5 Stunden … Wenn Sie etwas versprechen, sorgen Sie dafür, dass Sie den Termin einhalten. Denken Sie mal an Adwords Anzeigen. 35 Zeichen bleiben Ihnen, um eine Sache ganz direkt auf den Punkt zu bringen so wie Sie einen Nagel mit gezielten Schlägen punktgenau in die Wand treiben.

 

9. Schreiben Sie für Ihre Leser

Das haben noch nicht alle Texter verstanden. Noch gibt es Werbetexte, die mir „wir“ beginnen. „Wir haben entwickelt“, oder „Uns ist es gelungen.“ Das interessiert den Leser überhaupt nicht. Was er wissen will: Was habe ich davon, wenn ich diesen Text lese? Was bringt es mir, wenn ich dieses Produkt kaufe? Genau das muss Ihr Verkaufstext transportieren. Dafür haben Sie die Wörter „Sie“, „Ihnen“, oder „Ihr“.

Ein guter Tipp von mir: Setzen Sie sich in Gedanken mit einer guten Tasse Kaffee mit Ihrem Lieblingskunden in ein gemütliches Cafe und erzählen Sie Ihrem Lieblingskunden von Ihrem neuen Produkt. Und zwar so, dass er am Ende des Kaffee-kränzchens ganz natürlich mit seiner Unterschrift den Auftrag erteilt. Und jetzt schreiben Sie dieses Gespräch als Verkaufstext auf.

 

10. Unterscheiden Sie für wen Sie schreiben

Erst mal muss Ihnen klar sein, für welches Medium Sie schreiben. Denn es macht einen gewaltigen Unterschied, ob Sie einen Text für eine Landingpage oder für ein Magazin der Industrie- und Handelskammer schreiben. Die Länge des Tests unterscheidet sich bei einer Adwords-Kampagne sehr von einem Fachartikel.

Sie entscheiden je nach Medium, wie Sie schreiben. Es ist Ihrem Talent, Ihrer Weltoffenheit, Ihrem Witz und Ihrem Mut überlassen, wie Sie welchen Text schreiben. Und seien Sie dankbar, wenn es Kritiker gibt, die Ihnen den Spiegel vorhalten. Der Dichter Friedrich Schiller war der schärfste Kritiker nach der Uraufführung seines eigenen Stücks „Räuber“, weil er seine Entwicklung vorantreiben wollte. Dazu gehört viel Mut, den ich Ihnen ganz besonders wünsche.

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